Vertrags- und Haftungsrecht

Gegeneinander geltend gemachte Forderungen beruhen entweder auf einer vertraglichen Vereinbarung oder auf gesetzlichen Bestimmungen, die auch ohne bestehenden Vertrag bzw. neben den vertraglichen Regelungen Ansprüche einräumen.

Vertragsrecht

Verträge werden – mündlich oder schriftlich – in unterschiedlichsten Lebenssituationen geschlossen (z.B. bei Kauf, Miete, Abschluss von Werk- oder Dienstverträgen, Gewährung von Darlehen, Einräumung von Lizenzen etc.). Das Vertragsrecht regelt die gegenseitigen Rechte und Pflichten in derartigen Beziehungen und kommt vor allem bei Störungen im Vertragsverhältnis zum Tragen. Typischerweise sind vertragliche Ansprüche entweder auf Erfüllung der versprochenen Leistung oder auf die Durchsetzung von Gewährleistungsrechten (z.B. Schadensersatz, Minderung) bei mangelhafter Leistung gerichtet. Zu den anwaltlichen Aufgaben im Rahmen des Vertragsrechts zählt nicht nur die Durchsetzung bzw. Abwehr dieser Rechtspositionen, sondern auch die Gestaltung und Prüfung von Verträgen.

Haftungsrecht und sonstige außervertragliche Ansprüche

Der Begriff Haftungsrecht wird als Sammelbegriff für sämtliche Regelungsbereiche verwandt, bei denen Forderungen geltend gemacht werden, ohne dass diese ihre Grundlage in einer vertraglichen Übereinkunft finden. Außervertragliche Ansprüche werden etwa als Schadensersatzansprüche relevant bei der Regulierung eingetretener Sach- oder Personenschäden (z.B. nach Verkehrs- oder sonstigen Unfällen). Aber durchaus auch bei der Durchsetzung anderer Rechtspositionen können außervertragliche Anspruchsgrundlagen Bedeutung erlangen (etwa Unterlassungs- bzw. Beseitigungsansprüche, z.B. bei Störungen durch Nachbarn, übler Nachrede).